Golden Cut Club, Hamburg

Konzeption & Programmierung des visuellen Systems, 2004

von Markus Löffler in Kooperation mit Lineareal

Projektbeschreibung

Das Projekt "Golden Cut" verwirklicht einen langjährigen Traum meinerseits: Licht, Fläche und Formen ausschließlich mit Videoprojektoren zu erzeugen und zu verändern. In dieser Konsequenz stellt das Golden Cut eine für Deutschland sicherlich einmalige Location dar. Mit dieser mutigen Installation und der Kombination aus Club und erstklassigem Restaurant haben die beiden Inhaber Dirk Schmitz und Manuel Bereuther genau ins Schwarze getroffen. Die Hamburger Morgenpost meinte dazu: "Eine gelebte Harmonie, die eines der größten Rätsel der Wahrnehmung geradezu perfekt spiegelt. Der 'Goldene Schnitt'. Ein Verhältnis zweier Zahlen in der Mathematik, eine ideale Proportion in der Architektur, ein Synonym für Ästhetik in der Kunst. Das Phänomen wurde zum Namen, zum Golden Cut und zum Prinzip der dreimonatigen Bauphase."

Die Technik

Gespeist werden die Videoprojektionen (je 5000 Ansi Lumen) von zwei Powermacs und der Klangfarben Software. Als Interface für den VJ wurden zwei Faderfox Midi-Module mit veränderter Frontplatte verwendet. In der aktuellen Konfiguration können auf den Wänden Videos, Bilder, Animationen und Video-In in Echtzeit gemixt werden. Neben fader, color-key und weiteren Überblendungsfunktionen können auch Lage und Größe der Flächen verändert werden. Es können insgesamt drei Ebenen gemixt werden - für zwei Ebenen gibt es sogar eine scratch Funktion für Filme. Der Tanzboden wird direkt von oben beleuchtet. Er wird vorrangig mit Mustern und Animationen bespielt, als gimmick gibt es eine Spotlight-Funktion mit Joystick. Das ganze System ist an den DJ-Mixer gekoppelt und reagiert auf die Musik. Zusätzlich gibt es zwei DVD-Player und einen Panasonic WJ MX-50 Mixer für den "klassischen VJ". Die Auflösung der analogen Variante reicht allerdings nicht an die Güte der digitalen heran: die gesamte Auflösung der Wandflächen beträgt 1824*440 Pixel und hat bei geeignetem Material eine beeindruckende Wirkung.

Dieses Setup stellt nur den momentanen Ausbau dar und wird sich im Laufe der Zeit weiter verändern. Es ist ein laufendes Experiment.

© Markus Löffler

 

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